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Mittwoch, 18. März 2020

Oscar 100 Upconverter von Amsat DL



Einkaufen im Corona Zeitalter ist ein besonderes Erlebnis. Heute mussten sie hier in der Nähe in einem Laden die Polizei rufen. Ein älterer Herr hatte die Pasta-Regale leergeräumt und in drei Einkaufswagen verfrachtet. Er weigerte sich standhaft, etwas abzugeben.
Erstaunlich ist auch der Run auf WC-Papier. Logischerweise müssten nächstens die WC-Schüsseln in den Baumärkten knapp werden. Zudem erwarte ich im Internet Rezepte für Papiersuppen.
Gestern stand ich staunend vor dem leeren Mehlregal in der Landi. Das erinnerte mich daran, dass ich eine neue Brotback-Maschine brauchte. Meine läuft auf dem Zahnfleisch. Also Computer an und auf die Seite des Online-Händlers meines Vertrauens: und siehe da! Nur noch wenige Modelle und Stückzahlen waren an Lager. Kein Wunder: das gehamsterte Mehl muss verbacken werden. Und die Maschinen kommen aus dem fernen Osten.

Damit vom geostationären Satelliten OSCAR 100 was runter kommt, muss zuerst was rauf. Und zwar auf 2.4 GHz - haarscharf am WLAN-Band vorbei. Dazu gibt es jetzt eine interessante Lösung von AMSAT-DL. Ein Up-Converter, der vom 70cm oder 23cm Band auf 2.4 GHz umsetzt und 6 Watt liefert. 23cm wäre ideal für den ICOM IC-9700. Damit nichts schief geht, sollte man nur noch ein 10dB Dämpfungsglied zwischenschalten. Denn der Converter braucht typisch 1W Input und verträgt maximal zwei. So kann nichts schiefgehen, wenn man sich mal "verschaltet". Failsafe.

Hier geht's zum AMSAT-Shop, und hier zur Beschreibung des Up-Converters.

Donnerstag, 5. März 2020

Neuer Bandplan für Oscar 100

Oscar 100 erfreut sich steigender Beliebtheit. Noch nie war DX in SSB/CW vom Balkon aus einfacher als heute. Leider bleiben der ferne Osten, Australien, große Teile Südamerikas und Nordamerika außen vor. Vielleicht werden zusätzliche Satelliten in Zukunft diese Lücken füllen?



Inzwischen muss halt die gute alte Ionosphäre noch ihren Dienst tun. Leider ist die von unserer Sonne abhängig und diese ist zurzeit sehr schwach. Wir befinden uns in der Talsohle zwischen zwei Sonnenzyklen: dem 23. und dem 24. Zyklus. In den nächsten Jahren sollte es wieder bergauf gehen. Doch wie diesmal der Gipfel aussehen wird, kann nur geraten werden. Wird Nummer 24 noch schwächer als Nummer 23?

 Für die Vielflieger unter uns bedeuten Sonnenflecken-Minima eine erhöhte Strahlenbelastung. Denn unsere schwache Sonne schützt uns im Moment weniger vor der galaktischen Strahlung als üblich.
Aber zum Glück kann man seinen Sitz im Flugzeug wählen. Da gibt es mehr oder weniger exponierte Plätze.
Zurzeit ist Fliegen ja nicht gerade angesagt.Fluggesellschaften berichten über viele No Shows.
Der sicherste Ort für den Funker ist zurzeit sein Shack. Und wenn der Vorratsschrank gut gefüllt und genügend Tastenöl vorhanden ist, kann er beruhigt seinem Hobby frönen.


Donnerstag, 28. März 2019

Es'hail Spielzeug für den OM



Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neues Equipment für den geostationären Satelliten Es'hail, alias Oscar 100, auf den Markt geworfen wird: Antennen, Up- und Down-Converter. Die Wahl für den Weltraum-Funker wird immer grösser.
Nur an Komplettlösungen fehlt es noch. Der interessierte OM muss sich nach wie vor alles zusammenstiefeln. Wo bleibt die balkongerechte Schüssel mit angeflanschter Technik, die direkt an den Transceiver angeschlossen werden kann?

Da wird zum Beispiel ein Dualfeed für 2.4/10 GHz angeboten. Leider ohne Spiegel mit passender Halterung. Auch sonst ist das Stückwerk nicht ausgegoren. Was soll ich mit einem 10 GHz Konverter, der nicht einmal über einen Eingang für eine 10 MHz Referenzfrequenz verfügt. Ein Feature das übrigens auch der 2.4 GHz Upconverter haben sollte.
Das Resultat: Auf dem Web-SDR, auf dem man die aus dem Orbit runter gebeamten Signale beobachten kann, ist allerhand komisches Zeug zu sehen. Kaum verständliche SSB-Signale von fehlerhaften 2.4 GHz Konvertern, Signale die fröhlich quer über das Band driften und OM die verzweifelt ihr eigenes Signal suchen.
Das neuste Produkt in dem Zirkus kommt aus Portugal. Eine Lowcost Platine mit einem Upconverter, die aus 144 MHz 2.4 GHz macht. Dass das Teil kein Gehäuse hat, kann der gewiefte OM sicher verschmerzen, doch das Teil liefert nur 100mW. Ich brauche also noch einen kräftigen Verstärker, wenn ich nicht eine Riesenschüssel im Garten stehen habe.

Aber was nicht ist, wird sicher noch kommen. Vermutlich mit Montage-Service, damit auch die Teilnehmer aus dem CRG, dem Club der Radiogreise, auf dem Weltraumband DXen können. Naja DX ist etwas übertrieben. Die meisten Stationen kommen eh aus Europa und müssen sich um die wenigen Exoten von der Ostküste Brasiliens und aus Afrika oder Indien balgen. 

Hoffentlich hält der Transponder im Satellit lange Jahre durch. Wenn er aussteigt, wird all das teure Equipment nämlich auf einen Schlag nutzlos.
Es sei denn, der OM habe etwas tiefer in die Tasche gegriffen und sich für 10 GHz einen Transverter geleistet, den er auch im terrestrischen 10 GHz Band auf 10368 MHz einsetzen kann. Und vielleicht dazu auch einen 2.4 GHz Transverter, der auch 2.3 GHz kann. Denn die profanen Erdverbindungen laufen auf 2320 MHz (in HB9 nur mit Spezialbewilligung). 

Bild: Hauptmast des ehemaligen Mittelwellensenders Sottens, der leider in einem Anfall von Kurzsichtigkeit gesprengt wurde. Aber solche Dinge passieren eben außerhalb der Anstalt, wo die wirklich Verrückten leben.
Links im Mast ist übrigens das "Koax" zu sehen, dass den Vertikaldipol speist.